Der Begriff „Alpha-Wolf“ ist aus phylogenetischer Sicht irrelevant. Vielmehr lenkt er von einer Tatsache ab: Es war die Familienstruktur, die den Wolf zu einem der erfolgreichsten Jäger des Pleistozäns machte. Ganz ähnlich funktionierte auch das Zusammenleben des Homo Sapiens: Vater und Mutter auf Augenhöhe, Kleinkinder und ältere Geschwister, die bei der Erziehung halfen. Je nach Umweltbedingungen waren auch größere Gemeinschaften notwendig. Der Urmensch als jagender Karnivore war sozialer als der ackerbauende Viehzüchter, der unsere heutige Gesellschaft prägt. Er kannte weder Sklaverei noch Kredite. Er war in der Lage, mit Wildtieren zu kämpfen und zu kooperieren. Gemessen an der Zeit, in der der Planet von Menschen bevölkert ist, wird er auch als der Erfolgreichere hervorgehen. Ihm verdanken wir den Hund.
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