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Laufhund oder Bracke?

Warum der Unterschied nicht rein sprachlich ist

Die Fachliteratur liefert unschlüssige Aussagen. Mal sind Laufhunde den Bracken ähnlich, mal gehören sie zu den Bracken, mal redet man von östlichen und westlichen Bracken, wobei letztere dann die Laufhunde wären. Der FCI wiederum macht in der Gruppe 6 nüchtern einen Unterschied. Für einiges an Verwirrung dürfte der Begriff Keltenbracke sorgen. Er bezeichnet nämlich einen zweitausendjährigen keltischen Hundeschlag mit einem germanischen Wort, das tausend Jahre jünger ist und seine endgültige Definition und Verbreitung eigentlich erst mit der Einführung der Rassenstandards erlangte.

Etymologisch lässt sich die Herkunft des Begriffs ¨Bracke¨ nicht genau rekonstruieren. Vermutet wird jedoch eine Abstammung vom Wort «braehen» , althochdeutsch für riechen.  Als Brack bezeichnete man aber im Mittelalter auch Ausschussware, was diesen außerordentlich leistungsfähigen Hunden natürlich nicht gerecht wird. Es ist aber eine Tatsache, dass in alten Schriften die Bracke oft als Hund des armen Schiessjägers bezeichnet wird. Zwischen den beiden Spürhundetypen muss klar differenziert werden:

Laufhunde aus Italien, Frankreich und der Schweiz teilen sich die jahrtausend alte, direkte Abkunft vom Segusier. Ihre kontinuierliche Verwendung in der Oberschicht bedingte die Erfüllung eines Standards, der in seinen Grundzügen schon zu den Römerzeiten galt.. Sie sind deshalb punkto Wesen und Morphologie so erstaunlich identisch.

Die Gruppe der Bracken und Niederlaufhunde hingegen bietet eine bunte Auswahl an Eigenschaften, die bis hin zum ernstzunehmenden Wachhund reichen. Der Spurwille bleibt aber auch bei Ihnen das Hauptmerkmal. Die Rassenkennzeichen entstanden grösstenteils mit und nach den Revolutionen Europas und repräsentieren die Vielfalt des Europäischen Jagdhandwerks.

 
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